Depotumzüge im Pergamonmuseum Berlin – Verpackung und Umlagerung von Metall- und Keramikbeständen

Im Zuge umfangreicher Instandsetzungsmaßnahmen im Pergamonmuseum mussten die Depotbestände des Museums für Islamische Kunst vollständig umgelagert werden. In diesem Rahmen wurden wir mit der Verpackung und der Restauratorischen Betreuung von rund 7.300 Metallobjekten – darunter Münzen, Schmuck, Werkzeuge, Waffen und Gefäße – sowie über 35.000 keramische Scherben und etwa 1.500 Keramikobjekte, wie Gefäße, Figuren und Grabbeigaben, betraut.

Auftraggeber
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Jahr
2023-2024
Ort
Pergamonmuseum, Berlin
Übersicht der Aufgaben
  • Verpackung von 6.800 Metall- und Keramikobjekten, sowie 35.000 keramischer Scherben des Museums für islamische Kunst
  • Restauratorische Begleitung des Prozesses
  • Herstellung von Transport- & Archivverpackungen
  • Dokumentation des Prozesses

Der Ziel des Projektes war der sichere Transport, die Herstellung von Langzeitverpackung, sowie die lückenlose Auffindbarkeit jedes Objektes im gesamten Ablauf des Prozesses. Der heterogene und umfangreiche Sammlungsbestand verlangte ein hohes Maß an organisatorischer Präzision und effektiv gestaltete Arbeitsabläufe.

Im Sinne der Nachhaltigkeit und Archivbeständigkeit wurde weitgehend auf Kunststoffe verzichtet. Die Langzeitlagerung erfolgte in stabilen Archivkartons, die mit Feinwelle und säurefreiem Seidenpapier passgenau ausgekleidet wurden. Besonders fragile Stücke wurden punktuell mit oddygetestem Plastazote stabilisiert. Für den Transport kamen Mehrweg-Euronormboxen zum Einsatz, die mit wiederverwendbaren Textilkissen ausgepolstert wurden. Durch diese modularen Verpackungssysteme ließ sich ein effizienter Ablauf erreichen: Verpacken, Transportieren und Entpacken erfolgten schrittweise und parallel.

Die Anforderung an die Dokumentation war aufgrund der Vielzahl an Objekten und Akteur*innen umfangreich. Neben einem klar definierten Schemas wurden digitale Listen, Cloudspeicher mit Versionskontrolle sowie archivbeständige Etiketten und Barcodes eingesetzt, um die eindeutige Zuordnung und lückenlose Auffindbarkeit der Objekte zu gewährleisten.

Die Ausführung erfolgte als ARGE gemeinsam mit Philipp Domhardt (Metallkonservierung Domhardt) mit der Unterstützung eines weiteren freien Mitarbeiters.